
Dankbarkeit verbindet:
Ein Blick zurück zum Jahresende
Der Jahreswechsel lädt oft zum persönlichen Resümee ein:
Was ist mir gut gelungen, was habe ich nicht umgesetzt? Was möchte ich verabschieden und was ins neue Jahr mitnehmen?
Reflexion
Eine Möglichkeit zur Reflexion ist auch die Frage ‚Wofür bin ich dankbar?‘.
Was einem dann so in den Kopf kommt, ist ganz individuell. Das können berufliche Erfolge, Gesundheit oder überstandene Krisen sein. Und auch die kleineren positiven Erlebnisse fluten uns unter Umständen im Rückblick mit Dankbarkeit.
Dankbarkeit hat noch eine andere Bedeutung: Anderen dankbar sein
Dankbarkeit wirkt im sozialen Gefüge wie ein Bindemittel.
Dankbarkeit stärkt unser Miteinander: Sie macht sichtbar, was andere zu unserem Weg beigetragen haben und schenkt uns Gefühl von Verbundenheit
Kurzform ,Thank you'
Das ‚Thank you‘ im Englischen bedeutet übrigens die Kurzform von ‚I think of you‘ – ‚Ich denke an Dich‘.
Und das chinesische Schriftzeichen für Danke besteht aus den Einzelzeichen für Körper und Sich-kleiner-machen.
Beim dankbar sein geht es immer darum, anzuerkennen, dass Erfolge und Fortschritte häufig auch von anderen abhängen, die dazu beigetragen haben und denen gegenüber man Dankbarkeit empfinden kann.
Das Gefühl, dass jemand anderes wohlwollend Gutes für einen selbst getan hat, ist Balsam für die Seele.
Menschen, die dieses Miteinander erfahren, fühlen sich weniger einsam.
Fachleute betonen bei der Dankbarkeit daher die soziale Funktion, die den entscheidenden Impuls für die psychischen und gesundheitlichen Effekte bietet.
Dankbarkeit im Alltag: Sich bei anderen bedanken
Wie oft beobachte ich an der Supermarktkasse, wie die Kunden ihre Einkäufe auf dem Band deponieren, mit Blick auf das Kartengerät bezahlen, schnell alles verstauen und weg sind sie. Das alles, ohne auch nur einmal den Blick dem Kassierer zuzuwenden, geschweige denn eines Grußwortes.
Dabei bedarf es lediglich etwas mehr Aufmerksamkeit. Gerade im Alltag und bei alltäglichen Gewohnheiten.
Dankbarkeit tut mir und dem anderen gut. Man kann sich vornehmen, im Alltag bewusst Gelegenheiten zu suchen, um sich bei anderen Menschen zu bedanken.
Viel zu oft nehmen wir alles als selbstverständlich - zum Beispiel die Arbeit von Paketboten oder einer Putzkraft. Der Effekt eines ‚Dankeschön‘ zeigt sich meistens sofort. Der Blickkontakt mit dem freundlichen Kellner, der mir den Teller hinstellt, die dankende Handbewegung der Fahrerin, der ich die Vorfahrt gewähre oder auch das schokoladige Danke an die Kollegin, die spontan für mich eingesprungen ist.
Gerade in diesen kleinen Momenten zeigt sich, wie sehr ein schlichtes „Danke“ wirkt.
Echte Dankbarkeit ist kein Tauschhandel
Echte Dankbarkeit ist kein Tauschhandel. Es ist kein Geschäft auf Gegenseitigkeit – kein Motto wie „Danke, jetzt schulde ich Dir einen Gefallen.“
Wenn jemand etwas Wichtiges für mich getan hat, fühle ich mich verbunden und geschätzt.
Dem gilt der aufrichtige Dank.
Dankbarkeit zu praktizieren, kann helfen, den Blick wieder mehr auf das Positive im eigenen Leben zu lenken.
Oft zaubert so ein ‚Dankeschön‘ dem Gegenüber spontan ein Lächeln ins Gesicht.
Probiere es aus!
Eure
Hilde Kloster & Christine Wall-Pilgenröder
